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E-Rechnungspflicht in Kroatien: Umfassender Leitfaden zur Compliance

Erfahren Sie, wen die E-Rechnungspflicht in Kroatien betrifft, welche Fristen gelten und welche Rolle EN 16931, UBL 2.1 und Peppol spielen.

Im Rahmen seiner digitalen Steuertransformation schreibt Kroatien bereits seit 2019 die elektronische Rechnungsstellung bei B2G-Transaktionen vor. Der nächste wichtige Schritt folgte mit einer 2025 verabschiedeten steuerlichen Neuregelung, durch die die E-Rechnungspflicht auch auf inländische B2B-Transaktionen ausgeweitet wurde.

Seit 2026 gilt die nächste Phase der Umstellung: Umsatzsteuerpflichtige Unternehmen in Kroatien müssen bei B2B- und B2G-Transaktionen E-Rechnungen ausstellen und empfangen. Die E-Rechnungen müssen dem europäischen Standard EN 16931 entsprechen, außerdem müssen die Rechnungsdaten in Echtzeit an die kroatische Steuerverwaltung übermittelt werden.

Geltungsbereich und Zeitplan der E-Rechnungspflicht in Kroatien

Kroatien führt die E-Rechnungspflicht über einen zweijährigen, stufenweisen Übergang ein, der unterschiedliche Steuerpflichtigengruppen und Transaktionsarten umfasst. Die erste Phase begann am 1. Januar 2026, die letzte Phase tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.

Der Zeitplan im Überblick:

Seit dem 1. Januar 2026 müssen alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen bei B2B- und B2G-Transaktionen strukturierte E-Rechnungen ausstellen und empfangen.

Für nicht umsatzsteuerpflichtige Organisationen erfolgt die Umstellung in zwei Stufen:

  • Seit dem 1. Januar 2026 besteht die Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen und zur Meldung der Rechnungsdaten.

  • Ab dem 1. Januar 2027 kommt zusätzlich die Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen und zur Meldung der Rechnungsdaten hinzu.

Für B2C-Transaktionen besteht keine E-Rechnungspflicht. Diese Umsätze müssen jedoch weiterhin über das Fiskalmeldesystem gemeldet werden.

Wie werden E-Rechnungen in Kroatien versendet und welche Formatvorgaben gelten?

Für den Versand von E-Rechnungen in Kroatien gibt es zwei wesentliche Möglichkeiten:

1. Servis eRačun za državu (FINA)

E-Rechnungen an öffentliche Einrichtungen werden über Kroatiens offizielle E-Rechnungsplattform Servis eRačun za državu (FINA) übermittelt.

Die Plattform ist mit dem Peppol-Netzwerk verbunden und ermöglicht öffentlichen Stellen und Vergabebehörden den Empfang elektronischer Rechnungen.

Rechnungen, die über FINA eingereicht werden, müssen mit einer elektronischen Signatur oder einem digitalen Zertifikat signiert und in das System hochgeladen werden.

2. JetPeppol Peppol Access Point

E-Rechnungen können auch direkt über einen Peppol Access Point versendet werden. JetPeppol ist eine Peppol-E-Rechnungsplattform, über die Unternehmen elektronische Rechnungen über das Peppol-Netzwerk senden und empfangen können.

Bei diesem Modell können Rechnungen direkt auf der Plattform erstellt und anschließend über Peppol versendet werden. Dadurch entfällt die manuelle Übertragung jeder einzelnen Rechnung in das FINA-Portal.

Format und technische Anforderungen

E-Rechnungen in Kroatien müssen in einem strukturierten elektronischen Format erstellt werden, das dem europäischen Standard EN 16931 entspricht. Als technisches Format wird UBL 2.1 XML verwendet.

Zusätzlich nutzt Kroatien eine eigene CIUS (Core Invoice Usage Specification), um landesspezifische Datenfelder und lokale Anforderungen festzulegen.

Damit basieren kroatische E-Rechnungen auf dem EN-16931-Rahmen und berücksichtigen gleichzeitig zusätzliche Datenanforderungen aus den kroatischen Vorschriften.

Vorteile von Peppol bei E-Rechnungsprozessen in Kroatien

Peppol ermöglicht Unternehmen, E-Rechnungen über ein standardisiertes und sicheres Netzwerk zu senden und zu empfangen. Für E-Rechnungsprozesse in Kroatien bietet Peppol mehrere praktische Vorteile.

Sicherer Austausch von E-Rechnungen

Unternehmen und Access Points, die am Peppol-Netzwerk teilnehmen, durchlaufen entsprechende Prüf- und Verifizierungsprozesse. Dadurch wird ein sicherer Dokumentenaustausch zwischen verifizierten Teilnehmern unterstützt.

Automatisierung von Rechnungsprozessen

Strukturierte E-Rechnungen, die über Peppol versendet werden, können direkt in das Buchhaltungs- oder ERP-System des Empfängers übertragen werden.

Dadurch lässt sich die manuelle Dateneingabe reduzieren und die Rechnungsverarbeitung stärker automatisieren.

Standardisierte Datenstruktur

Peppol arbeitet mit strukturierten elektronischen Dokumentenstandards. Da Rechnungsdaten in einem maschinenlesbaren und verarbeitbaren Format übertragen werden, sinkt der Aufwand für die erneute Erfassung derselben Informationen in unterschiedlichen Systemen.

Grenzüberschreitender E-Rechnungsaustausch

Das Peppol-Netzwerk verbindet Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in verschiedenen Ländern über eine gemeinsame Infrastruktur.

Dadurch können Unternehmen elektronische Rechnungen nicht nur mit Empfängern in Kroatien, sondern auch mit Geschäftspartnern in anderen Peppol-Ländern austauschen.

Unterschiedliche Empfänger über eine einzige Verbindung erreichen

Unternehmen, die über einen Peppol Access Point mit dem Netzwerk verbunden sind, können über dieselbe Verbindung E-Rechnungen mit verschiedenen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen im Peppol-Netzwerk austauschen.

Mit JetPeppol die E-Rechnungsanforderungen in Kroatien erfüllen

Mit JetPeppol können Sie sich an das Peppol-Netzwerk anbinden und Ihre E-Rechnungsprozesse in Kroatien über eine zentrale Plattform verwalten.

Sie können strukturierte E-Rechnungen senden und empfangen, den Versandstatus verfolgen und Peppol-Transaktionen in unterschiedlichen Ländern über dieselbe Infrastruktur abwickeln.

Wenn Sie prüfen möchten, welches Modell am besten zu Ihren bestehenden Rechnungsprozessen passt, können Sie sich mit unserem Team in Verbindung setzen.